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Historische Epoche/Teildisziplin: ›Landes- und Regionalgeschichte‹
"Geschichte vor Ort", Entwicklungen auf engstem Raum und von langer Dauer - all das steht im Zentrum der "Landesgeschichte". Die Konzentration auf einen Raum bietet den methodischen Vorteil, dass sämtliche zur Verfügung stehenden Dokumente vollständig ausgewertet werden können. Dies umfasst auch weniger beachtete Elemente - Inschriften, Gebäude, kulturlandschaftliche Relikte etc. Mehrheitlich werden dabei die untersuchten Räume kulturhistorisch definiert oder sind deckungsgleich mit einer historischen Landschaft resp. einem Bundesland.

Die tiefgehende Analyse erfordert einen epochenübergreifenden und häufig interdisziplinären Ansatz, was zugleich heißt: Selten wird die Antike einbezogen, doch insgesamt gilt das Interesse den Veränderungen vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Häufig legt die Landesgeschichte ihre Forschungsschwerpunkte auf Politik und Verfassung, Kirche, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Alltag. Die vertiefte Kenntnis der Quellen bietet damit die Chance, die methodisch-theoretischen Ansätze der Geschichtswissenschaft intensiv anzuwenden und beispielhaft weiterzuentwickeln, so dass Landesgeschichte insgesamt zum Ziel hat, das Große im Kleinen zu finden resp. vom Einzelnen auf das Ganze zu schließen.
Folgende Angebote gibt es in diesem Bereich: