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Historische Epoche/Teildisziplin: ›Mediengeschichte‹
Die Mediengeschichte untersucht die Geschichte von Kommunikationsmitteln und deren jeweilige gesellschaftliche Bedeutung. Die meisten medienhistorischen Arbeiten analysieren die Entwicklung und Rolle von modernen Massenmedien in der Neuzeit (wie die Presse, Film, Radio oder Fernsehen), mitunter aber auch Kommunikationsmittel im weiteren Sinne (wie Telegraphie oder Telefon). Zudem werden auch Medien der Vormoderne entsprechend untersucht, wobei hier ein weiterter Medienbegriff dominiert (etwa die Rolle der Schrift, Botenberichte oder Kirchenfenster).

Neben der Geschichtswissenschaft arbeiten auch Medien- und Kommunikationswissenschaftler in diesem Feld, wenngleich diese eher gegenwartsbezogen ihre Schwerpunkte setzen. Neben Studien zur Entwicklung der Medien selbst interessieren sich Historiker vor allem dafür, wie die jeweilige Medien- und Gesellschaftsentwicklung zusammen hingen. So wird gefragt, welche Wahrnehmungen oder Handlungen Medien auslösten, wie sie politisch genutzt wurden oder welche ökonomische Bedeutung sie hatten.

Literatur:
Frank Bösch: Mediengeschichte. Vom asiatischen Buchdruck zum Fernsehen, Frankfurt am Main 2011.
Rudolf Stöber, Neue Medien. Geschichte. Von Gutenberg bis Apple und Google, 2013.
Jürgen Wilke: Grundzüge der Medien- und Kommunikationsgeschichte, Köln u. 2008.
Folgende Angebote gibt es in diesem Bereich: